Samstag, 25. Juni 2011

Verlust

In letzter Zeit kommt es vermehrt vor, dass bei mir eine Begegnung mit einer Frau mit dem Verlust von Dingen einhergeht.

Bisher sind mir bei mehr oder weniger wilden Knutschereien folgende Dinge abhanden gekommen: Mindestens ein Profimusikerohrstöpsel (Gegenwert: € 90), das war bei einer in der Tat wilden Knutscherei im Mauerpark, nachdem ich dort überdreht "West End Girls" gesungen habe, dann meine ganze Tasche im Armystyle (Gegenwert: € 200) mit sämtlichen Dingen, die einen zum Beispiel auch identifizieren, was zur Folge hatte, dass ein Bulle mich mit gezogener Pistole in meine eigene Wohnung geleiten musste und dann kürzlich mein Fahrrad nach einer Knutscherei im Park, bei dem ich eigentlich warten wollte, dass es auf natürliche Weise das Zeitige segnet, wie bei einem Herzinfakt, was längst überfällig war (Gegenwert: € - 30).

Da fragt man sich dann, ob das irgendeinen Sinn hat. Also vielleicht einen Strafe für das Rumgeknutsche, was tatsächlich meistens nicht zu viel geführt hat, mithin irgendwie sinnlos war, aber wie konnten das die Räuber wissen? In dem Moment kommt es einem vor wie eine göttliche Strafe.

Oder aber es ist genau umgekehrt, dass man sich von materiellen Dingen trennen muss, um offen zu sein für etwas Menschliches. Da sind mehrere Lesarten denkbar.