Es gestaltet sich ein wenig schwierig diesem Diskurs etwas wirklich Interessantes abzugewinnen, denn von den Alten Griechen über die Kommune 1 bis zu heutigen Netzwerken haben da alle irgendwie ihre Erfahrungen gemacht und man kommt immer wieder an die selben Punkte wie Eifersucht, Persönlichkeitsentwicklung, abwechslungsreicher Sex undsoweitergähn...
Interessant finde ich es nur als Gegenpol zur Vereinzelung in Großstädten, aber in seiner radikalen Form führt es eben notwendig zu Problemen wie Eifersucht und tagelanges Gelaber über hausgemachte Befindlichkeiten, die dann plötzlich viel größer werden als bei monogamen Beziehungen. Leute, die das wirklich leben, werden mir widersprechen. Kann sicherlich auch funktionieren. Aber ist man wirklich ein besserer Mensch, wenn man seine "gesunde" Eifersucht überwunden hat und seiner Freundin beim Ficken zuschauen kann. Ich weiß ja nicht. Jedenfalls: Sobald der Spiegel sein Titelthema dazu macht, braucht man nicht lange warten, bis 18jährige "das auch mal ausprobieren" wollen und dann ist es wieder nichts weiter als ein Zungenkuss zwischen Freundinnen, die wissen, das sowas jetzt "cool" ist.
Postmoderne Realitätsfalle. Ich werde demnächst polyamoröse Leute interviewen und das Ergebnis auf die eine oder andere Art kundtun, wenn ich denn etwas Interessantes erfahre.
Hieß das nicht früher Polygamie?
AntwortenLöschenDas meint dann wohl nur den sexuellen Aspekt.
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